Warum ich mich heute ganz anders mit dem Atem beschäftige: Meine Fortbildung zum
"Atem-Coach - Infinity Breathwork"

Wir atmen jeden Tag, jede Minute und trotzdem habe ich meinem eigenen Atem lange viel weniger Aufmerksamkeit geschenkt, als ich heute rückblickend gedacht hätte.

Gerade in einer Zeit, in der es mir selbst gesundheitlich nicht gut ging und vieles einfach zu viel war, habe ich immer wieder bemerkt, wie sehr sich auch mein Atem verändert. In angespannten Situationen wurde er flacher oder ich hatte manchmal sogar das Gefühl, unbewusst die Luft anzuhalten. Gleichzeitig gab es diese Momente, in denen ich plötzlich ganz bewusst tief durchgeatmet habe: Fast so, als würde mein Körper von selbst sagen: Jetzt einmal Luft holen.

Damals habe ich das zwar wahrgenommen, aber noch nicht wirklich verstanden oder weiter hinterfragt.

Heute finde ich gerade das unglaublich spannend: Etwas, das uns unser ganzes Leben begleitet, einmal nicht einfach nur geschehen zu lassen, sondern bewusst wahrzunehmen.

Wie mein Interesse am Atem immer weiter gewachsen ist

Meine erste bewusstere Erfahrung mit Breathwork war tatsächlich keine, nach der ich sofort dachte: Davon möchte ich unbedingt mehr.

Ich nahm online an einer Breathwork-Session teil, in der über einen längeren Zeitraum sehr intensiv durch den geöffneten Mund ein- und ausgeatmet wurde. Bei mir führte diese Art des Atmens zu einer starken körperlichen Reaktion, die ich als sehr unangenehm erlebt habe. Ich fühlte mich danach körperlich wirklich schlecht.

Noch mehr beschäftigt hat mich aber etwas anderes: Die Session fand online mit vielen Menschen gleichzeitig statt. Ich fragte mich danach, wie bei einer so intensiven Atemarbeit überhaupt individuell wahrgenommen werden kann, wie es den einzelnen Teilnehmenden gerade geht und wie sie auf die Übung reagieren.

Für mich war danach erst einmal klar: Wenn Breathwork so aussieht, dann ist es nicht mein Weg.

Erst später habe ich verstanden, wie unterschiedlich Atemarbeit eigentlich sein kann.

Über Yoga kam ich intensiver mit Pranayama und verschiedenen Atemübungen in Berührung. Einen weiteren bewussten Zugang dazu fand ich über Inhalte im Umfeld von Laura Malina Seiler. Das Thema hat mich so interessiert, dass ich angefangen habe, selbst weiterzulesen und mir mein erstes Buch über den Atem bestellt habe.

Noch einmal tiefer wurde es dann während meiner 300-Stunden-Ausbildung mit ganzheitlichem, gesundheitsorientiertem und yogatherapeutischem Hintergrund bei Gül Ruijter – „Von der Matte ins Leben“. Dort gab es ein eigenes Modul zum Thema Atem und spätestens da habe ich gemerkt: Dieses Thema ist so viel vielschichtiger, als ich lange gedacht hatte.

Ich habe weitergelesen, mir ein weiteres Buch besorgt und dieser Gedanke wurde immer stärker: Irgendwann möchte ich mich noch viel intensiver mit dem Atem beschäftigen.

Und rückblickend finde ich gerade diese Entwicklung spannend: Aus einer Erfahrung, nach der ich Breathwork zunächst für mich abgehakt hatte, ist nach und nach echte Neugier entstanden.

Und dann tauchte plötzlich genau die richtige Fortbildung auf

Der Wunsch, mich fundierter mit dem Atem auseinanderzusetzen, war trotzdem nie ganz weg.

Mitte August entdeckte ich eher zufällig die Fortbildung Atemcoach – Infinity Breathwork beim Bildungswerk des Landessportbundes Sachsen e. V.. Sie fand in Dresden statt, in Präsenz und beim Lesen der Inhalte hatte ich ziemlich schnell dieses Gefühl: Das schaust du dir genauer an.

Es waren noch Plätze frei und ich habe mich schließlich einfach darauf eingelassen.

Vom 1. bis 4. Oktober 2026 durfte ich dann vier Tage lang lernen, ausprobieren, beobachten und vor allem selbst erfahren.

Und ziemlich schnell habe ich gemerkt: Ja. Genau diese Art, mit dem Atem zu arbeiten, fühlt sich für mich stimmig an.

Atemarbeit, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt

Was mich an Infinity Breathwork – sinngemäß „grenzenloser Atemarbeit“ – besonders angesprochen hat, ist der ganzheitliche und gesundheitsorientierte Blick auf den Menschen.

Es geht nicht darum, möglichst spektakuläre Erfahrungen hervorzurufen oder eine bestimmte Reaktion erreichen zu müssen. Vielmehr geht es darum, den Atem wahrzunehmen, unterschiedliche Möglichkeiten kennenzulernen und zu schauen: Was passt zu diesem Menschen, zu diesem Moment und zu dem, was gerade da ist?

Und genau da habe ich während der Fortbildung immer wieder die Verbindung zu meiner eigenen Arbeit gespürt.

Denn auch im Yoga möchte ich niemandem vorgeben, was er oder sie fühlen soll. Ich möchte Möglichkeiten anbieten, zum Wahrnehmen einladen und einen Rahmen schaffen, in dem Menschen selbst spüren und entscheiden dürfen, was ihnen gerade guttut und was für sie passend ist.

Mein Satz „Spüren statt Funktionieren“ bekommt für mich dadurch eine weitere Ebene.

Atemarbeit darf auch ganz einfach im Alltag stattfinden

Eine der schönsten Erkenntnisse aus diesen Tagen ist für mich, wie alltagstauglich Atemarbeit sein kann.

Natürlich kann daraus eine längere, eigenständige Breathwork-Session entstehen, in der wir uns 60, 75 oder 90 Minuten ganz bewusst Zeit für den Atem und das eigene Erleben nehmen.

Aber Atemarbeit kann genauso mitten im Alltag stattfinden.

Wenn ich an der Haltestelle auf die Bahn warte. Wenn ich im Zug sitze. Am Schreibtisch. Zu Hause. Während eines Spaziergangs durch den Wald. Oder als Teil einer Yogastunde.

Es braucht nicht zwangsläufig einen besonderen Ort oder viel Zeit. Manchmal beginnt es damit, für einen kurzen Moment überhaupt wahrzunehmen: Wie atme ich gerade?

Und vielleicht ist genau das etwas, was mich daran so begeistert. Der Atem ist nichts, was wir erst noch zusätzlich in unseren Alltag hineinpacken müssen.

Er ist längst da.

Was davon künftig bei Roots and Flow Yoga zu spüren sein wird

Nach dieser Fortbildung weiß ich deshalb auch: Das Thema Atem wird künftig noch mehr Raum in meiner Arbeit bekommen.

Ein Teil davon wird ganz selbstverständlich in meine bestehenden Angebote einfließen: In meine Yogastunden, in die Arbeit mit einzelnen Menschen und sicherlich auch dort, wo Yoga, Natur und bewusste Wahrnehmung miteinander verbunden werden.

Aber dabei soll es nicht bleiben.

Ich möchte Breathwork auch einen eigenen Raum geben und daraus ein eigenständiges Format entwickeln. Eine Session, in der wir uns wirklich Zeit nehmen können, den eigenen Atem kennenzulernen, verschiedene Möglichkeiten zu erfahren und zu beobachten, was dabei individuell spürbar wird.

Wie dieses Angebot am Ende genau aussehen wird, möchte ich jetzt nicht vorschnell festlegen. Ich möchte erst einmal mit all dem arbeiten, was ich gelernt habe, Erfahrungen sammeln und daraus Schritt für Schritt etwas entwickeln, das wirklich zu Roots and Flow Yoga und zu meiner Art der Begleitung passt.

Aber eines weiß ich inzwischen ziemlich sicher: Diese Fortbildung war für mich nicht einfach ein weiteres Zertifikat.

Sie hat mir einen ganz anderen Zugang zu einem Thema eröffnet, das mich schon lange begleitet und gleichzeitig etwas wieder aufgenommen, das ich nach meiner ersten Erfahrung mit Breathwork beinahe für mich abgehakt hatte.

Umso schöner ist es für mich heute sagen zu können: Doch. Atemarbeit passt zu mir. Vielleicht musste ich nur erst die Art davon kennenlernen, die sich auch wirklich nach mir anfühlt. 

Herzlich,
deine Sandy 💚

Atem Coach Infinity Breathwork

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Wenn du Interesse daran hast, deinen eigenen Atem bewusster kennenzulernen und Breathwork selbst zu erfahren, schreib mir gern.

Mein eigenes Breathwork-Format darf gerade Schritt für Schritt entstehen. Wenn du erfahren möchtest, wann es damit losgeht, freue ich mich, von dir zu hören. 

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