
Manchmal gibt es diese Ideen, bei denen man nicht weiß, ob jemals etwas daraus wird. Man probiert es einfach, hofft ein bisschen und schaut, was passiert.
Genau so begann für mich ein Erlebnis, das ich vermutlich noch ziemlich lange in Erinnerung behalten werde.
Denn nur wenige Tage nachdem ich dem MDR geschrieben hatte, klingelte tatsächlich mein Telefon: Meine Geschichte und die Idee hinter meinen Wander-Yoga-Workshops waren auf Interesse gestoßen und plötzlich hieß es: Wir würden gern mit dir drehen.
Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet.
Die Idee, mich beim MDR zu melden, kam tatsächlich von meinem lieben Mann Rico. Er unterstützt mich von Anfang an dabei, Roots & Flow Yoga Schritt für Schritt aufzubauen und hatte vor kurzem den Gedanken: Warum erzählst du dem MDR nicht einfach mal deine Geschichte?
Also habe ich geschrieben.
Über meine Verbundenheit zur Sächsischen Schweiz. Darüber, warum ich Wandern, Yoga und Natur miteinander verbinde. Über meinen Weg in die Selbstständigkeit und darüber, dass dieser Weg nicht immer einfach ist.
Natürlich hatte ich die Hoffnung, dass meine Nachricht vielleicht jemanden erreicht. Dass aber nur wenige Tage später tatsächlich der Anruf kommen würde und meine Idee auf so viel Interesse stößt, hat mich unglaublich gefreut.
Und dann ging plötzlich alles ziemlich schnell.
Am Donnerstag kam die Frage, ob wir bereits am Sonntag drehen könnten.
Mein erster Gedanke: Ja, natürlich möchte ich das!
Mein zweiter: Wo bekomme ich jetzt so kurzfristig eine kleine Gruppe her?
Denn für einen Wander-Yoga-Workshop braucht es natürlich Menschen, die gemeinsam mit mir unterwegs sind. Also habe ich telefoniert, Nachrichten geschrieben, Kontakte aktiviert und einfach gefragt.
Und dann ist etwas passiert, das mich im Nachhinein fast genauso berührt wie der Dreh selbst: Es haben sich Menschen gefunden, die teilweise über mehrere Ecken von meinem Aufruf erfahren hatten und spontan bereit waren, ihre Zeit mit mir zu verbringen und mich zu unterstützen.
Aus unterschiedlichen Verbindungen entstand innerhalb kürzester Zeit eine kleine Gruppe.
Und was für eine. 🤍
Ich hätte mir für diesen Tag wirklich keine schönere Gruppe wünschen können.
Von Anfang an war da eine unglaublich angenehme, wertschätzende Stimmung. Wir kannten uns teilweise vorher kaum oder gar nicht und trotzdem hat es sich schnell ganz selbstverständlich angefühlt, gemeinsam unterwegs zu sein.
Dass diese Menschen so spontan gesagt haben: Ja, ich bin dabei. Ich unterstütze dich, war für mich alles andere als selbstverständlich.
Gerade wenn man sich ein eigenes Business aufbaut, merkt man immer wieder, wie wertvoll Menschen sind, die einem Vertrauen schenken. Manchmal sogar, bevor sie einen wirklich kennen.
Dafür bin ich unglaublich dankbar.
Und dann gab es für mich noch eine ganz persönliche Herausforderung.
Wer mich kennt, weiß: Ich bin gern vorbereitet. Ich liebe Struktur. Und normalerweise geben mir meine Notizen Sicherheit, selbst wenn ich sie am Ende gar nicht brauche.
Vor diesem Dreh habe ich für mich aber eine Entscheidung getroffen:
Diesmal mache ich es ohne.
Nicht nur das Interview. Auch meine Yoga-Einheit, die Meditation und alles, was während des Workshops entstehen würde.
Natürlich war ich aufgeregt, aber gleichzeitig habe ich etwas gespürt, das sich anders angefühlt hat als früher.
Da war Vertrauen.
Ich wusste: Ich liebe, was ich tue. Ich weiß, was ich tue. Und ich kann darüber sprechen, weil es wirklich ein Teil von mir ist.
Also habe ich geatmet, mich immer wieder auf den Moment konzentriert und einfach frei gesprochen.
Und genau das war für mich eine der schönsten Erfahrungen dieses Tages.
Dass der Dreh ausgerechnet in Reinhardtsdorf in der Sächsischen Schweiz stattfinden sollte, war für mich keine zufällige Entscheidung.
Hier bin ich aufgewachsen. Hier liegen meine Wurzeln. Und auch wenn ich heute mit meiner Familie in Dresden lebe, zieht es mich immer wieder zurück in meine Heimat.
Die Sächsische Schweiz und das Wandern begleiten mich schon sehr lange. Gerade in stressigen und herausfordernden Zeiten habe ich immer wieder gemerkt, wie gut es mir tut, draußen unterwegs zu sein, frische Luft einzuatmen, den Blick schweifen zu lassen und Abstand vom Alltag zu bekommen.
Auch Yoga ist in solchen Zeiten zu einem wichtigen Begleiter für mich geworden.
Irgendwann entstand daraus ein ziemlich naheliegender Gedanke: Warum eigentlich nicht beides miteinander verbinden?
So sind meine Wander-Yoga-Workshops entstanden.
Nicht mit dem Gedanken, möglichst viele Kilometer zurückzulegen oder irgendeine Leistung zu erreichen. Sondern um Bewegung, Yoga und Natur miteinander zu verbinden, unterwegs bewusst innezuhalten und die Umgebung auch einmal mit anderen Augen wahrzunehmen.
Umso schöner war es für mich, genau diese Idee nun an dem Ort vor der Kamera zeigen zu können, der für mich Heimat bedeutet.
Als ich vor ungefähr zwei Jahren angefangen habe, über meine Wander-Yoga-Workshops nachzudenken, hatte ich irgendwann dieses Bild im Kopf:
Wie schön wäre es eigentlich, wenn darüber einmal jemand berichten würde?
Vielleicht sogar im Fernsehen.
Damals war das einfach nur eine Vorstellung.
Und nun stand plötzlich ein MDR-Team in Reinhardtsdorf und begleitete mich und meine Idee mit der Kamera.
Dieser Moment hat mir noch einmal gezeigt, wie wichtig es sein kann, Dinge einfach auszuprobieren. Eine Nachricht zu schreiben. Eine Idee auszusprechen. Sich zu zeigen, auch wenn man vorher nicht weiß, was daraus entsteht.
Für mich bedeutet Sichtbarkeit nämlich auch genau das: Den Mut aufzubringen und zu sagen: Hier bin ich. Das ist meine Idee. Das ist das, wofür ich losgehe.
Und ja, das kostet mich manchmal Überwindung.
Aber dieser Tag hat mir gezeigt, dass es sich lohnen kann.
Ohne die Menschen, die mich an diesem Tag unterstützt haben, hätte dieser Dreh so nicht stattfinden können.
Deshalb geht mein größtes Dankeschön an meine wunderbaren Teilnehmer, die sich so spontan auf dieses Abenteuer eingelassen, mir ihr Vertrauen geschenkt und diesen Tag mit mir gemeinsam erlebt haben.
Und natürlich an meinen Mann Rico. Nicht nur, weil die ursprüngliche Idee, dem MDR zu schreiben, von ihm kam, sondern weil er mich auf meinem gesamten Weg unterstützt und mir den Rücken stärkt, während ich Roots & Flow Yoga Schritt für Schritt so aufbaue, dass es wirklich zu mir und meinem Leben passt.
Und auch dem MDR-Team danke ich für das Interesse an meiner Geschichte, die angenehme Begleitung und die Möglichkeit, meine Idee und meine Heimat auf diese besondere Weise zeigen zu können.
Ich bin nach diesem Tag vor allem mit einem Gefühl nach Hause gegangen:
Manchmal müssen wir nicht wissen, ob etwas funktioniert. Manchmal müssen wir uns einfach trauen, den ersten Schritt zu machen.
Und dann schauen, wohin er uns führt.
Den Beitrag über meinen Wander-Yoga-Workshop in Reinhardtsdorf findest du beim MDR im Rahmen von „DER STARKE OSTEN“.
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